“Agilität‘ ist ein Versprechen. Es beinhaltet die Aussage, dass es etwas ‚Nicht-Agiles‘ gibt und dass ‚Agilität‘ ein Fortschritt ist. Es suggeriert, dass es einen Fortschritt, eine Entwicklung, eine Innovation, eine Lösung gibt für die Herausforderung in der sogenannten VUKA Welt.

Damit stellt sich auch die Frage: Welche Bedeutung hat ‚Agilität‘ für Facilitation?

Eine Antwort dazu gibt der SCRUM Ansatz.

Die Trennung von Management, Produkteignerschaft und Prozessmoderation im Scrum Ansatz (Jeff Sutherland, 2014) zeigt deutlich: Teams in der Selbstorganisation brauchen eine Ressource für ihre Prozessreflexion (dafür steht der Scrum Master), eine Zweck- und Zielorientierung aus der Umwelt (dafür steht der Produkt Owner) und einen diese Ergebnisse fördernden Rahmen (dafür steht das Management). Diese drei Rollen sind in der klassischen hierarchischen Organisation im Begriff ‚Führung‘ vereint. Die Unterscheidung dieser drei Rollen, im Scrum Ansatz durch Personen konkret belegt, unterstreicht die Notwendigkeit der Adressierung des Gruppenprozesses.

Damit ist die Kompetenz von ‚Facilitation‘ explizit gefordert und wird durch die Rolle des SCRUM Masters sicher gestellt.